mass-fuer-mass-musik Shakespeare Company Berlin

Maß für Maß

Buffo-Schauspiel mit ergreifender Musik
"WIE ÜBERFÜLLUNG STRENGE FASTEN ZEUGT, SO WIRD DIE FREIHEIT, OHNE MASS GEBRAUCHT, IN ZWANG VERKEHRT."

Ein maßloses Bühnenspektakel aus munterem Klamauk, beißendem Humor & einer tragischen Geschichte. Der Herzog von Wien beauftragt den Tugenbold Angelo in der verkommenen und verruchten Stadt für Sitte und Ordnung zu sorgen. Mit dem Todesurteil für Claudio, der mit seiner Verlobten ein uneheliches Kind erwartet, will Angelo ein Zeichen setzen. Claudios Schwester Isabella versucht verzweifelt ihn zu retten, doch Angelo erweist sich als weniger tugendhaft, als er zunächst anmuten lässt. Als Claudios Schicksal besiegelt scheint, muss schließlich doch der Herzog eingreifen.
    MEHR LESEN
Wien droht im Chaos zu versinken! Ringsum Verfall der Sitten, Unzucht und Korruption! Dem Herzog reicht's, aber selbst aufräumen will er den verkommenen Laden nicht. Also gibt er den Job an den Tugendbold Angelo ab und macht sich zum Schein aus dem Staub. Der Neue greift energisch durch und lässt die Freudenhäuser schließen. Um allen zu zeigen, was die Glocke geschlagen hat, verurteilt Angelo den jungen Claudio zum Tod, weil dessen Verlobte ein unehelich gezeugtes Kind von ihm erwartet. Nun fleht die keusche Isabella um ihres Bruders Leben. Doch als Preis fordert Angelo dafür eine Liebesnacht mit ihr. Isabella ist geschockt, Claudios Leben scheint vertan. Ein Spiel beginnt, voll List und Täuschung, dem niemand ohne Schramme entkommt. Der Herzog mischt sich verkleidet unter das Volk und entsinnt gemeinsam mit Isabella einen Plan, um in der Liebesnacht Angelos verschmähte ehemalige Verlobte Mariana zum Treffpunkt zu locken. Angelo fällt zwar auf die Täuschung herein, lässt sich aber dennoch nicht von seinem Vorhaben abbringen und will Claudio nun schon früher hinrichten lassen. Der Herzog sieht sich gezwungen seine Tarnung fallen zu lassen und die Situation wieder in die Hand zu nehmen. Claudio darf seine Juliet heiraten, der Herzog vermählt Angelo mit Mariana und bittet sogar selbst um Isabellas Hand.
In lauer Sommernacht unterm Sternenzelt nehmen seltsam grell geschminkte Gestalten die Bühne in Besitz - Buffone, ähnlich Clowns aus anderer Zeit - und wollen mit ihrer boshaften Freude am schlechten Zustand der Welt noch das schrecklichste Geschehen durch maßloses Spiel begreifen. Die Inspiration für seine bittere Liebeskomödie hat Shakespeare in biblischen Legenden und alten Novellen Italiens gefunden und sie mit politischen Erörterungen seiner Zeit über das gerechte Herrschen verknüpft: Wie lässt sich das Verhältnis von Einzelnen und Gesellschaft maßvoll regulieren? In der Inszenierung von Matthias Grupp entsteht aus dem Spiel ein aktueller Kommentar zu unserer Gegenwart, wo hehre Ansprüche an Macht, Gesetz und Moral - nach wie vor - auf unzählige Widersprüche treffen … Die Shakespeare Company Berlin, erstmals in Zusammenarbeit mit dem Vorstadttheater Basel, nimmt sich eines aufregenden Meisterwerkes an, das von der explosiven Spannung zwischen tiefster Tragödie und irrwitzigem Possenspiel lebt. Daraus schlägt das mit Shakespeares Spiellust bestens vertraute Ensemble Funken und nähert sich mit Hingabe den Abgründen und Höhen menschlichen Handelns: komödiantisch leicht, poetisch, mitunter derb, in überraschenden Verwandlungen und immer musikalisch virtuos.
Fünf Schauspieler*innen in verschiedenen Rollen, Spieldauer ca. 2,5 Stunden, eine Pause. Premiere: Juni 2019

Nächste Termine:

Aktuell gibt es keine Termine